Stadtbezirksvorsteherin Sissy Leeb ist in der Nacht auf den 7. März völlig überraschend im Alter von 51 Jahren verstorben. Sie hinterlässt ihren Gatten Anton und zwei erwachsene Söhne. „Fassungslos und in tiefer Trauer müssen wir uns von Sissy Leeb verabschieden. Eisenstadt verliert mit ihr eine große Kommunalpolitikerin und einen großartigen Menschen, dessen Persönlichkeit auf immer mit der Erfolgsgeschichte von St. Georgen verbunden sein wird“, sagt Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel. „Sissy Leeb war eine langjährige Weggefährtin und gute Freundin, die wir geschätzt, geachtet und geliebt haben.“
Sissy Leeb hat in den acht Jahren ihrer Tätigkeit als Gemeinderätin und seit 2007 als Stadtbezirksvorsteherin von St. Georgen ihre Heimatstadt mit viel Engagement mitgestaltet. Stets hatte sie ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Mitbürger. Unter ihrer Federführung hat sich St. Georgen in vielen Bereichen positiv weiterentwickelt.
Sissy Leeb wurde am 1.8.1958 geboren. Sie besuchte die Volkschule in ihrer Heimatgemeinde St. Georgen und danach die Unterstufe des Gymnasiums Kurzwiese und absolvierte im Anschluss die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche und soziale Frauenberufe. Nach der Matura arbeitete sie in der Rechtsabteilung des ÖAMTC in Wien. Nach der Geburt ihrer beiden Söhne widmete sie sich vor allem dem Weinbau und führte einige Jahre einen Heurigen in St. Georgen. Im Jahr 2002 zog sie in den Gemeinderat der Freistadt Eisenstadt ein, 2007 wurde sie von Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel zur Stadtbezirksvorsteherin bestellt. Sie widmete sich weiterhin ihrem Weinbaubetrieb und arbeitete in der Firma ihres Mannes mit. Sissy Leeb war außerdem Mitglied im Kulturausschuss, Bauausschuss, Prüfungsausschuss und im Sanitätskreis.
St. Georgen hat eine Reihe von großen Projekten seiner Stadtbezirksvorsteherin Sissy Leeb zu verdanken. So war ihr die Verbesserung des Bildungsangebotes immer ein großes Anliegen. In ihrer Zeit wurde die Volksschule in St. Georgen umgebaut. Mit dem Dorfadventkalender und dem Seifenkistenrennen führte sie lieb gewonnene neue Traditionen ein. Auch das Musikerheim konnte unter ihrer Federführung neu gebaut werden. Der Blumenschmuck als Visitenkarte ihres Dorfes war ein weiteres Betätigungsfeld der engagierten Stadtbezirksvorsteherin. St. Georgen wurde im Jahr 2007 mit dem Preis „Schönster Dorfplatz“ ausgezeichnet. Als voller Erfolg erwies sich auch die Einführung eines neuen Schlichtungssystems am Holzlagerplatz. Der Aus- und Weiterbau sowie die Sanierung des Kanalsystems wurden auf ihr Engagement hin aktiv betrieben. Und in jüngster Vergangenheit nahm sie sich des Projekts „Alte Rebe St. Georgen“ an.
Ihr politisches Credo war jedoch, sich intensiv um die “kleineren” Anliegen ihrer Mitmenschen zu kümmern. So war sie unermüdlich unterwegs, um die Probleme der Bürger zu erfahren und zu lösen. Oft konnten Wünsche durch ihre Mithilfe rasch und unbürokratisch erfüllt werden. Sie bemühte sich jedoch auch ehrlich um jene Anliegen, die nicht sofort umgesetzt werden konnten und noch eingehender Beratung bedurften.
„Sissy Leeb hat Großes für St. Georgen und Eisenstadt geleistet. Von ihr können wir alle lernen, was Bürgernähe in der Politik bedeutet. Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre stete Bereitschaft, sich für die Anliegen ihrer Mitmenschen einzusetzen, haben Sissy Leeb vor allem in St. Georgen, aber auch darüber hinaus große Anerkennung gebracht. Es erfüllt uns mit tiefer Trauer, dass wir mit Sissy Leeb eine unserer erfolgreichsten Kommunalpolitikerinnen und gute Freundin viel zu früh verlieren. Unser Beileid gilt insbesondere ihrer Familie“, so Andrea Fraunschiel.